Übersicht: Stadt Nürtingen

Übersicht: Stadt Nürtingen

Seitenbereiche

Sie verwendeten einen veralteten Browser. Bitte führen Sie für ein besseres Surf-Erlebnis ein Upgrade aus.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.
Schriftgröße anpassen
  • Vergrößern: Strg + +
  • Standard: Strg + 0
  • Verkleinern: Strg + -
Übersicht

Hauptbereich

Wohnraum gesucht

Autor: Chiara Zaiser
Artikel vom 11.10.2022

Die Stadt Nürtingen steht in Sachen Flüchtlingsunterbringung vor einer noch nie dagewesenen Herausforderung, welche die Flüchtlingskrise von 2015 in den Schatten stellt. „Wenn nicht noch ein Wunder geschieht, werden wir voraussichtlich noch in diesem Jahr zumindest eine Sporthalle für die Geflüchteten als Unterkunft zur Verfügung stellen müssen, obwohl wir dies unbedingt vermeiden wollen“, so Oberbürgermeister Dr. Johannes Fridrich. Die Vorbereitungen dazu werden – auch unter Einbeziehung des Stadtsportverbandes – schon getroffen. Der Gemeinderat wird darüber in der Sitzung am 11. Oktober 2022 befinden.

Die Situation im Landkreis Esslingen ist alarmierend: 6.000 Geflüchtete aus der Ukraine suchen im Landkreis Schutz. Viele davon befinden sich in den Erstunterbringungen und der Strom reißt nicht ab. Diese werden nun sukzessive auf die Kommunen verteilt, allein 400 Menschen aus der Ukraine entfallen nach der Einwohnerzahl auf Nürtingen. „Die Hilfsbereitschaft ist sehr groß. Bereits über 100 Personen sind privat untergekommen“, erläutert Sozialbürgermeisterin Annette Bürkner.

Auch hat die Stadt im vergangenen halben Jahr Wohnraum für ca. 50 Personen angemietet und viele städtische Unterkünfte saniert. Überdies konnten einige Menschen aus der städtischen Unterbringung in Sozialwohnungen ein neues Zuhause finden. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass neben den Geflüchteten aus der Ukraine noch Menschen aus anderen Krisengebieten der Kommune zugeteilt werden. Überdies rechnet die Kommune im Zuge der Energiekostenexplosion vermehrt mit der Unterbringung von Menschen, die ihren Wohnraum verlieren könnten. Obwohl die Stadt Nürtingen über Notunterkünfte für rund 600 Personen verfügt, werden diese aller Voraussicht nach nicht reichen, da allein dieses Jahr noch voraussichtlich über 200 Personen aufgenommen werden müssen. Freie Plätze gibt es aktuell aber nur noch für ca. 165 Menschen.

Daher startet die Stadt Nürtingen einen weiteren Aufruf. Gesucht werden freie Wohnungen und Häuser. Unter der Rufnummer Telefonnummer: 07022 2080 125 und der E-Mail-Adresse „wirmieten(@)gw-nuertingen.de“ können Bürgerinnen und Bürger Wohnraum, der momentan oder in den kommenden Wochen und Monaten frei und insbesondere für Familien geeignet ist, melden. Die Telefonhotline der Gebäudewirtschaft der Stadt Nürtingen (GWN) ist Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 12 Uhr geschaltet. Dort werden alle Informationen umgehend aufgenommen und erste Fragen geklärt. Bei grundsätzlicher Eignung wird sofort ein Besichtigungstermin vereinbart. „In der Vergangenheit waren wir bei der Anmietung noch zurückhaltend, da es etwa bezüglich Wohnungszuschnitt, Ausstattung und Betreuungssituation klare Vorgaben gibt,“ so der Geschäftsführer der Gebäudewirtschaft Nürtingen Steffen Schultheiß. “In der drohenden Notlage wollen wir jedoch nichts unversucht lassen, um die Unterbringung von Geflüchteten in Hallen zu vermeiden oder zumindest in engen Grenzen zu halten.“

„Besonders freuen würden wir uns, wenn direkte Mietverhältnisse zwischen Vermieter und Geflüchteten zu Stande kommen würden“, so Sozialbürgermeisterin Bürkner. „Hier können wir über das Projekt Türöffner behilflich sein und für Vermieter die passende Familie finden.“

none
none